Tempelbezirk
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Der Tempelbezirk von Vizima erinnert seltsamerweise an eine streitsüchtige, schmutzige Hure, die ihrem abstoßenden Äußeren und ihrer schwierigen Persönlichkeit zum Trotz irgendwie verlockend bleibt. Vielleicht ist es die Verlockung unkomplizierter, zwielichtiger Gestalten, finster blickende Arme, frustrierte Anderlinge und natürlich "Damen".
Wegen der Gefahr eines Seuchenausbruchs wurde der Tempelbezirk jüngst vom Rest der Welt abgeschnitten. Die wenigen Patrouillen der Stadtwache wagen sich nicht allzu weit in die dunklen Gassen, wo nächtlich brutale Gewaltverbrechen geschehen.
Im Zentrum des Tempelbezirks von Vizima liegt das St. Majoran Krankenhaus, der einzige Ort des Trostes für die Armen und die Pestopfer. Gleich daneben liegt das Ordenskloster, Hauptquartier des Ordens der Flammenrose, der das Verbrechen zu bekämpfen trachtet. Für die Bürger mit dem kleinen Geldbeutel befindet sich ebenfalls im Herzen des Tempelbezirks die Kaufmannsstraße.
Der Aufstand der Anderlinge hat den Tempelbezirk Vizimas bis zur Unkenntlichkeit verändert. Überall lodern Feuer und manche Straßen sind durch behelfsmäßige Barrikaden gesperrt. Vielerorts kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Scoia'tael mit der temerischen Armee und dem Orden. Viele Bewohner sind in die Sümpfe von Vizima geflohen, andere verstecken sich in Kellern und Häusern und beten für ein schnelles Ende der Aufstände. Alle möglichen Missionare und Prediger nutzen die Situation aus und predigen vom Zorn Gottes und dem bevorstehenden Ende der Welt.

